Osteopathie ist ein von A.T. Still bereits um 1870 entwickeltes genzheitliches Behandlungsverfahren, das seinen Schwerpunkt in sanfter manueller Therapie hat. Sie betrachtet den Menschen als Einheit und spürt Zusammenhänge zwischen Muskeln, Gelenken, Organen, der Neurologie und dem Fasziensystem auf. Die embryologische Entwicklung ist zudem von sehr wichtiger Bedeutung. Jede Störung in einem dieser Systeme kann Auswirkungen auf die Funktion der anderen haben.

Die drei Säulen der Osteopathie:

In diesen drei Systemen werden behutsam Störungen wie Verklebungen im Gewebe, Einschränkungen der Beweglichkeit, der Durchblutung sowie des Stoffwechsels manuell untersucht. Die Ursache von lokalen Beschwerden kann auch in weiter entfernten Regionen des Körpers zu finden sein. So haben beispielsweise Beschwerden im Schulternackenbereich oft ihren Ursprung in den Verdauungsorganen.

Mit sorgfältig ausgewählten, sanften Techniken können so Beweglichkeit und Durchblutung ausschließlich mit den Händen verbessert werden. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden angeregt.

Wann ist eine osteopathische Behandlung sinnvoll?

Die Anwendungsgebiete der osteopathischen Behandlung sind vielfältig. Die häufigsten Beschwerden stehen jedoch in enger Verbindung mit dem Bewegungsapparat.

Akute oder chronische Schmerzen des Skelettes sowie der dazugehörigen Muskeln und Bänder, Rückenschmerzen, Ischiasschmerzen und andere Neuralgien, Tennisellenbogen, Karpaltunnelsyndrom…

Verdauungsprobleme: Verstopfung, Sodbrennen, Schmerzen, Magenkrämpfe

Kopfschmerzen, Folgen von Unfallverletzungen und Schleudertrauma, akuter Tinnitus

Chronische Müdigkeit, Konzentrationsmangel, prämenstruelle Beschwerden…

Bei Säuglingen: Verformung des Schädels, Schlaflosigkeit, Spucken, Krämpfe…